Bürgermeister Claus Schacht

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Bürgermeister Claus Schacht2017-10-06T15:10:55+00:00

„Hemmingen ist die familienfreundliche Stadt im Grünen“

Was hat Hemmingen, was andere Kommunen im Umland Hannovers nicht haben?
Nach unserem städtischen Motto sind wir familienfreundlich im Grünen: mit kurzen Wegen zu den Kindertagesstätten und Horten an jedem  Grundschulstandort, sodass eine Ganztagskinderbetreuung bis zum zehnten Lebensjahr angeboten wird. Wir bieten Musikausbildung in einer als Verein organisierten Musikschule durch Projekte in den Kindertagesstätten und durch Unterricht in den Räumen der Schulen. Das Bündnis für Familie organisiert Neugeborenentreffen und Elterninformationen ganz eng mit den Erzieherinnen und Erziehern in den Kindertagesstätten. Die Jugendpflege hat Räume in Arnum und Hemmingen-Westerfeld direkt an den Schulstandorten und bietet mit den Ferienpassaktionen Spiel, Spaß und pädagogische Betreuung den älteren Kindern und Jugendlichen. Wir haben mit dem bauhof e. V. ein Kulturzentrum, das sich unter den Künstlern zum Geheimtipp entwickelt hat, sodass viele deutschlandweit bekannte Interpreten, Musiker oder Comedians hier auftreten. Neben einem modernen Hallen- und einem Freibad bieten wir ein Natur-Strandbad im Grünen direkt an der Grenze zu Hannover. Überhaupt ist die Landeshauptstadt mit dem Maschsee nur 15 Radminuten von Hemmingen- Westerfeld entfernt – diese 15 Minuten führen nur durch Grün. Wir haben eines der ältesten Naturschutzgebiete in Niedersachsen – bei uns waren die Römer
schon vor 2000 Jahren.

Sind weitere Neubaugebiete geplant?
Konkret gibt es keine Planungen, die eine schnelle Umsetzung versprechen. Derzeit wird das Integrierte Stadtentwicklungskonzept Hemmingen 2025 (ISEK) mit der Bevölkerung und verschiedenen Gruppen diskutiert. Ein Vorschlag aus diesem Konzept ist die Ausweisung von insgesamt drei unterschiedlich großen Neubaugebieten in Harkenbleck, Arnum und Hemmingen-Westerfeld.

Wie viele Gewerbebetriebe gibt es im Stadtgebiet und was tut die Verwaltung, um Hemmingen als Gewerbestandort attraktiv zu machen?
Hier sind 1400 Gewerbebetriebe gemeldet. Diese haben jedoch eine sehr unterschiedliche Größe von Ein-Mann-Betrieben bis Unternehmen mit rund 250 Mitarbeitenden. Aktuell haben wir eine Initiative gestartet, um dem Fachkräftemangel zu begegnen. Unternehmen mit mehr als fünf Mitarbeitenden wurden angeschrieben und der Bedarf nach Kinderbetreuungsplätzen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf erfragt. Zur Steigerung der Arbeitgeberattraktivität könnten wir uns vorstellen, in Kooperation mit den Unternehmen auch Auswärtigen Betreuungsangebote zur Verfügung zu stellen. Ebenso ist der Kontakt zur Carl-Friedrich-Gauß-KGS im Hinblick auf Ausbildungsstellen eng. Es finden Ausbildungsbörsen im Rathaus statt. Leider haben wir keine freien Gewerbegrundstücke, um aktuelle Nachfragen zu bedienen. Sodass wir in engem Kontakt mit den Gewerbetreibenden versuchen, die Nachfragen im Bestand zu vermitteln. Ich besuche jährlich mehrere Gewerbebetriebe, um mir vor Ort ein Bild von der aktuellen Situation und den möglichen Problemen zu machen. Dieses geht in einer Kleinstadt wie Hemmingen sehr unbürokratisch. Die Teilnahme am privat initiierten Unternehmerfrühstück ermöglicht regelmäßigen Austausch und Kontakt, der auf dem alle zwei Jahre stattfindenden Wirtschaftsempfang seine Fortsetzung findet. Auch für den Bereich Gewerbeansiedlung bieten die B-3-Umgehung und der Stadtbahnanschluss neue Perspektiven, die im Rahmen des ISEK diskutiert werden.

Sind weitere Gewerbegebiete geplant?
Auch über diese Frage wird im ISEK entschieden und danach werden weitere Planungsschritte eingeleitet. Konkrete Planungen, die zeitnah realisiert werden können, gibt es nicht.

Zurzeit wird die B-3-Umgehung errichtet. Was versprechen Sie sich davon für Hemmingen?
Die Entlastung der Ortsdurchfahrten Hemmingen-Westerfeld und Arnum und damit eine Aufwertung der Zentren und eine schnelle Anbindung der Gewerbegebiete in Hemmingen-Westerfeld und Arnum an den überörtlichen Verkehr. Außerdem ist der Bau der B-3- neu Voraussetzung für den Stadtbahnbau bis Hemmingen-Westerfeld. Die direkte Anbindung an den Hauptbahnhof Hannover ab 2021 mit öffentlichen Verkehrsmitteln macht den Wohn- und Wirtschaftsstandort Hemmingen noch attraktiver. Wir haben bereits jetzt externe Unternehmen, die konkret hieraus ihre Standortentscheidung für Hemmingen ableiten. Das Gesicht an der Hauptachse, der jetzigen B 3, wird sich gravierend positiv verändern. Konkrete Planungsideen werden noch in diesem Jahr im Fachausschuss vorgestellt.

Können Sie sich vorstellen, woanders als hier zu wohnen?
Vorstellen kann ich mir sehr viel. Da ich gerne nach Frankreich fahre, wäre ein Häuschen am Meer schon etwas Schönes. Aber nicht für immer. Hemmingen würde mir sehr bald fehlen. Wir haben hier Familie und viele Freunde.

Wo ist Ihr persönlicher Lieblingsplatz in Hemmingen?
Nach wie vor: das Alte Dorf in Hemmingen.

Wo sehen Sie Hemmingen im Jahr 2040?
Eine moderne, lebens- und liebenswerte Stadt mit herausragender Infrastruktur. Wir müssen den Menschen in ihrer jeweiligen Lebenssituation die passenden Angebote bieten und sollten darauf achten, dass gesunde Strukturen erhalten bleiben. Ich hoffe, dass es gelingt, das heutige vielfältige ehrenamtliche Engagement bis 2040 zu erhalten und auszubauen.